Neue Technik verändert Verhalten. Unseren Kindern bekommen wir nur noch im Museum vermittelt, was ein Telefon mit Wählscheibe ist. Und dass man mit dem „Handy“ weit mehr vermag, als der Benutzer „erwischen“ kann, erfahren wir von der jüngeren Generation jeden Tag aufs Neue.

Deshalb haben wir uns für die 8. Energie-Messe in Eschenburg gedacht und gemacht, dass es in und an der Mehrzweckhalle in Wissenbach Internet per Funk gibt, besser bekannt als WLAN. Ohne Kabel, ohne Passwort. Ganz einfach.

Damit können Besucher wie Aussteller auch das zeigen, was man in die MZH nicht herbeikarren kann. So ein Solarpark zum Beispiel: Über die Internetseite der Betreiber-Firma 7×7 Energie, die bei der Messe auch am Start ist, kann man sich per Live-Monitoring in die rund 10.000 polykristallinen Module in Hirzenhain/Bahnhof schalten und sehen, dass der Februar jetzt schon doppelt so viel Sonne wie der Januar abbekommen hat.  Auf der etwa vier Fußballfelder großen Fläche sind demnach im vergangenen Jahr über zwei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt worden. Davon können umgerechnet 440 Haushalte zehren. Und der Umwelt spart das 1.350 Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr.

Mit dem Solarpark ist in Eschenburg zudem der Anteil der Produktion vor Ort am Gesamtstromdarf auf 18 % gestiegen. Die Nennleistung entspricht in etwa der Summe der drei 1997 ans Netz gegangenen Windräder im Hintergrund. Für moderne Rotoren wie die E-141 mit jeweils 4,2 MW Nennleistung, von denen zwei am Galgenberg geplant sind, müsste man gleich zwei solcher Solarparks bauen. Oder mal ganz ohne WLAN umgerechnet: Für die zwei Windräder am Galgenberg müsste man ein Dutzend der kleinen Windräder in der Landschaft unterbringen.

Für Wochenende in Wissenbach dran denken: Kopf hoch – auch wenn es Gratis-WLAN gibt!